[Rezension] Die Dreizehnte Fee: Entzaubert – Julia Adrian

„Ich bin der Anfang, ich bin das Ende.“ 

Fünf Feen fielen unter dem Schwert des Hexenjägers. Jetzt ist es die Königin, die er jagt. Im hohen Norden sieht die Dreizehnte Fee dem Urteil der verbliebenen Schwestern entgegen. Und nur eine weiß das Ende, doch ihre Macht schwindet und mit ihr die einzige Chance das Rätsel um die Erweckung der gefährlichsten aller Feen zu entschlüsseln.
Sieh hin, flüstert die Königin. Lerne, was es heißt, mich zu betrügen!

Wir sind Geschichten.



Was soll ich sagen? Wo soll ich beginnen? Lilliths Reise geht weiter und somit auch die der Königin. Der zweite Teil der Dreizehnten Fee heißt Entzaubert. Ich verspreche und verschreibe mich jedes Mal, denn ich will verzaubert schreiben. Natürlich hätte der Titel dann nichts mehr gemein mit der Geschichte, aber er würde in einem Wort ausdrücken, was dieses Buch mit mir gemacht hat, was es geschafft hat: es hat mich verzaubert. 
Das Cover ist genauso traumhaft wie das des ersten Bandes, mir gefällt es sogar noch besser! Und nicht nur das: Es gibt ein Wiedersehen mit den zauberhaften Illustrationen, die mich schon in Band 1 begeistert haben. All die tollen Bilder vertärken die magische Erzählung und die tolle Geschichte und das Beste daran? Bei jedem dachte ich mir: Genau so hast du es dir vorgestellt….
Kennt ihr das? Wenn ihr ein Buch gelesen habt und euch tausend Dinge dazu durch den Kopf gehen, das Herz immer noch schneller schlägt und ihr trotzdem nicht wisst, was ihr dazu sagen sollt? Wie ihr es in Worte fassen sollt? 
Bereits bei Teil 1 ging es mir so, aber es war nicht so schlimm. Hier und jetzt sitze ich allerdings, bin einfach nur begeistert und weiß nicht, wie ich es euch sagen soll 😀 
Dieses Märchen, dieses düstere Märchen, bei dem man Zeile um Zeile hofft, dass es ein Happy End geben möge und man doch tief in sich drin ahnt, dass das wahrscheinlich nicht passieren wird, trifft mitten ins Herz. 
Wenn ich die Fee lese fühle ich mich wie Alice, die ins Wunderland fällt. Ich fühle mich wieder wie ein kleines Mädchen, voller Hoffnung und Naivität, das mit aller Macht an all das Gute glauben möchte, das es auf der Welt gibt. Und gleichzeitig bin ich erwachsen und weiß um all das Böse – So wie Lillith, so wie die Königin.
Sie erfährt, wer sie ist. DU als Leser wirst es erfahren! Du wirst sie immer mehr lieben, weil du verstehst, was sie so grausam werden ließ und ich habe mich dabei erwischt, wie ich dachte: ich verstehe es. Ich wollte ihr das sagen, sie umarmen. 
Nur, weil etwas richtig ist, heißt das nicht, dass es gut ist und nur weil etwas böse ist, dass es schlecht ist. Die Fee lehrt und zeigt uns, dass jede Handlung und jeder Gedanke einen Ursprung hat, einen Auslöser. Und so schlimm alles ist und so grausam – dass wir uns dabei erwischen können zu verstehen, wie Böses entstehen konnte. Das wir es verstehen können.

Julia Adrian zeigt uns im zweiten Band der Fee, wie aus Lillith, dem Mädchen, das die Liebe suchte, die Königin werden konnte, die beinahe vergaß, wer sie im Herzen ist. 
Hinter jeder Fee steckt eine Geschichte und man lernt sie kennen.
Die Hintergründe werden langsam aufgedeckt, das Puzzle fügt sich zusammen und viele Dinge werden klarer. In diesem Teil geht es darum zu verstehen, wie sich alles entwickelte und wahrscheinlich auch, warum es so enden muss, wie es enden wird.. auch wenn wir das Ende noch nicht kennen. 
Der Hexenjäger, auch wenn ich nicht so viel von ihm zu lesen bekam wie erhofft, bleibt mein Liebling. Er ist unperfekt perfekt und noch voller Geheimnisse, die hoffentlich in Band 3 geklärt werden. Ich hoffe, dass er die richitige Entscheidung trifft – wie auch immer diese aussehen mag. 
Ihr seht, ich fange fast an zu philosophieren 😀 Aber es geht kaum anders. Die Reihe der Fee schwingt sich auf zu einer meiner Lieblingsreihen. 
Julia Adrian schreibt ein dunkles Märchen, poetisch, künstlerisch, voller Moral und doch nicht so, dass sie einem entgegenschlägt. Sie wirft Gutes und Böses, Schwarz und Weiß um und kreiirt eine Protagonistin, die so unvollkommen vollkommen ist, dass man sie nur ins Herz schließen kann. Das, was Julia Adrian hier geschaffen hat, ist mehr als ein Märchen, es ist ein Kunstwerk. 
Alles wird so beschrieben, dass man eine genaue Vorstellung bekommt, aber gleichzeitig wird man nicht hineingedrängt – das ist eine Kunst! So viel wie nötig, so wenig wie möglich. 
Die Erinnerungen Lilliths wurden zudem passend eingesetzt, haben an den richtigen Stellen für Fragen oder Antworten gesorgt und an mehr als einer Stelle saß ich wahrscheinlich mit offenem Mund auf der Couch… und am Ende habe ich wieder ein paar Tränen vergossen.
 DIESES ENDE! Ich werd nicht mehr… JULIA!!! Wo ist Teil 3???
Zudem habe ich an einer Stelle laut ERNSTAFT? gerufen.. als ich an der Bushaltestelle saß. Man hat mich angesehen, als wäre ich bekloppt. 
Hier also nochmal kurz  und knapp: 
LESEN! UNBEDINGT! ICH LIEBE ES! ICH VERGÖTTERE ES! ICH BIN FAN! <3 

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